Astrid Lindgren Schule Bielefeld

Schulprogramm

Gütesiegel Individuelle Förderung

Unser Schulprogramm enthält unsere pädagogischen Leitgedanken sowie umfassende Aussagen und Vereinbarungen zum Unterricht und Schulleben, zur Organisation, zur Zusammenarbeit aller an Schule Beteiligten.

Es ist jederzeit in der Schule einsehbar.

An dieser Stelle sind nur die wesentlichen Kernaussagen zusammengestellt:

Das Kind als Mittelpunkt des Lernens.

Lernen soll in einer positiven Atmosphäre stattfinden. Jedes Kind soll seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert und gefordert werden.

Der Unterricht soll die Kinder ansprechen und in ihrer Lernentwicklung weiterbringen. Lernen soll gemeinsam und voneinander ebenso stattfinden, wie auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen mit eigenen Lernwegen und angepassten Aufgabentypen.

Förderkonzept

Die Grundlage der Förderung und der Forderungen an die Kinder ist eine solide Diagnostik.

Besonders am Schulanfang werden die Kinder in ihrer Entwicklung durch unterschiedliche Maßnahmen erfasst.

Wichtig ist an dieser Stelle die solide Entwicklung der Basisqualifikationen, auf die alles Lernen aufbaut (Laute hören können, sich gut konzentrieren und aufmerksam sein können, eine gute Mengenvorstellung entwickeln können, ....).

Die Kinder werden in kleinen Gruppen klassenübergreifend in diesem Sinne gefördert. Aber auch herausfordernde Aufgabenstellungen für Kinder, die bereits eine solide Basis haben, sind notwendig. Aus diesem Grunde versuchen wir immer da, wo es möglich ist, auch Fordergruppen in Deutsch und Mathematik einzurichten. Teilweise besuchen einige Kinder bereits den Mathematikunterricht einer höheren Klasse.

Fördern und Fordern ist ein wichtiges Prinzip jeder Unterrichtsstunde. Aufgabenstellungen sind so zu finden, dass sie beides zulassen. Auf diesem Hintergrund findet Fördern und Fordern nicht nur in kleinen Gruppen außerhalb des Kernunterrichts statt, sondern immer auch während des „normalen“ Unterrichts.

Die Rechtschreibentwicklung der Kinder wird jedes Jahr in jeder Klasse mit einem Test (Hamburger Schreibprobe) überprüft. Anhand der Ergebnis werden Fördergruppen im Lesen und Schreiben (LRS) zusammengestellt. Ebenso führen wir Leseüberprüfungen (Hamburger Leseprobe/ Stolperwörtertest) durch.

Jahrgangsübergreifendes Lernen in der Eingangsstufe

Die Klassen 1 und 2 werden an unserer Schule in altersgemischten Klassen unterrichtet.

Hier greifen wir auf Erfahrungen anderer europäischer Länder (Finnland und Schweden) zurück, die durch die Altersmischung erfolgreiche Grundlagen bei den Kindern legen. Das miteinander und voneinander Lernen hat entwicklungspsychologisch gesehen einen hohen Stellenwert.

Schneller lernende Kinder erhalten größere Herausforderungen, um mitlernen zu können. Kinder, die etwas mehr Zeit benötigen, lernen entsprechend langsamer, mit entsprechender Unterstützung ohne die Lerngruppe verlassen zu müssen.

Die Lernumgebung ist automatisch vielfältiger gestaltet und beschränkt sich nicht nur auf den Zahlenraum bis 20 oder die Buchstabentabelle. Unterschiedliche Anforderungen der Aufgabenstellungen müssen konsequenter gedacht werden.

Wir sind seit Kurzem im Bereich des jahrgangsübergreifenden Lernen Beratungsschule für andere Schulen, die sich diesbezüglich orientieren wollen. Dies bedeutet, es bestehen Hospitationsmöglichkeiten in unterschiedlichen Organisationsformen, zum Beispiel in einer Regelklasse, einer Klasse mit dem Schwerpunkt im Gemeinsames Lernen oder in einer gebundenen Klasse im Offenen Ganztag. Weiterhin unterstützen und beraten wir die Kollegien systemisch und im unterrichtsorganisatorischen Bereich. Weitere Informationen können dem Flyer entnommen werden.

Gemeinsam sind wir stark!

An der Astrid-Lindgren-Schule findet seit August 2010 das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen statt.

Aufgrund der langjährigen Entwicklung und Erfahrungen in der Förderung aller Kinder konnten wir auch diesen Schritt, auf der Basis einer soliden Grundlage gehen.

Mittlerweile lernen vier Klassen im Gemeinsamen Unterricht, zwei Klassen in der jahrgangsübergreifenden Eingangsstufe, eine Klasse im dritten und eine Klasse im vierten Jahrgang. In jeder dieser Klassen arbeiten eine Grundschullehrerin und eine Sonderpädagogin gemeinsam.

Alle Kinder der Schule profitieren davon in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.

Projekte in Jahrgang 3 und 4

  • Teilnahme an der Kinderuni

  • Zusammenarbeit mit der Universität im Fach Geschichte und dem Freilichtmuseum Oerlinghausen.
    Wir spielen im Museum Szenen aus dem Mittelalter und setzen im Spiel um, was wir gelernt haben.

  • Kooperation mit einer weiterführenden Schule im Jahrgang 3
    Wir arbeiten in den Naturwissenschaften zusammen und führen gemeinsam Versuche durch.
    Die Patenschaft mit älteren Schülern ermöglicht eine intensivere Betreuung unserer Schüler und Schülerinnen. Die Auswertung der Ergebnisse kann intensiver genutzt werden.

  • Kooperation mit der Uni im Jahrgang 4

  • Besuch des Teutolab in den Bereichen Physik und Chemie
    Hier erfahren wir noch einmal eine Steigerung. Denn so gut, wie die Uni kann keine Schule ausgestattet sein. Für unsere Kinder immer wieder ein Highlight.

  • Übernahme des Schülerkiosks im Jahrgang 4

  • Übernahme des Spielgerätehauses im Jahrgang 4

Wir üben Demokratie!

Kinderparlament

Seit 2008 hat die Astrid-Lindgren-Schule ein Kinderparlament.

Das Kinderparlament setzt sich aus gewählten Vertretern und Vertreterinnen aus den vierten Klassen zusammen. Diese Kinder kümmern sich um alle Belange, die die Kinder und damit die Schule betreffen. Folgende Themen wurden beispielsweise mit dem Kinderparlament bearbeitet:

  • Unsere Schulregeln – wir stellen sie gemeinsam auf

  • Unsere Pause soll friedlich verlaufen – Was können wir tun?

  • Mehr Spielgeräte für unsere Pause – Wir stellen einen Antrag an den Förderverein, um Geld für unser Spielgerätehaus zu erhalten

  • Wir sammeln Ideen von den Schülern und Schülerinnen und schaffen die Geräte an

  • Toiletten – Wie sollten die Toiletten verlassen werden?

  • Eltern seid ein Vorbild für die Kinder und parkt vernünftig vor der Schule – eine Handzettelaktion

  • Entwicklung und Aufbau eines Schülerkiosks

Alle Schüler und Schülerinnen können Wünsche, Bitten, Beschwerden, Vorschläge an das Kinderparlament herantragen. Dazu gibt es einen Briefkasten, der möglichst einmal in der Woche geleert wird. Das Parlament tagt und befindet über die Dringlichkeit der Anliegen. Gemeinsam wird die Vorgehensweise besprochen und die Aufgaben werden verteilt. Das Kinderparlament tagt in der Regel einmal in der Woche. Frau Wehn führt das Protokoll und unterstützt die Arbeit.

Zweimal im Schulhalbjahr organisiert das Kinderparlament eine Vollversammlung aller Schüler und Lehrer der Schule. Hier wird von der Arbeit berichtet, Anliegen werden diskutiert und teilweise zur Abstimmung gebracht. Die Kinder nutzen die Möglichkeit in der Versammlung aufzustehen und über ein Mikrofon ihre Meinung zu den einzelnen Punkten zu äußern. Hier haben auch unsere Jüngsten keine Hemmschwelle.

Das Kinderparlament repräsentiert die Schule bei offiziellen Anlässen. Beim Tag der Schulmilch hat das Kinderparlament die Minister und Bundestagsabgeordneten empfangen und begrüßt.

Hier nun die neuen Mitglieder des Parlaments 2014/2015!

Vorhaben im Rhythmus der vier Grundschuljahre

Alle vier Jahre wiederholen sich folgende Vorhaben im Rahmen einer Projektwoche. Dies stellt zu den üblichen Themenprojekten in der Klasse noch einmal eine Besonderheit dar:

  • Projektwoche mit einem / oder unterschiedlichen Themenschwerpunkt(en)

  • Literaturwoche

  • Alternatives Sportfest

  • Schulfest

Auf diese Weise können die Kinder während ihrer Grundschulzeit alle Formen der Projekte erfahren.

Vertretungskonzept auf der Basis kollegialer Zusammenarbeit

Die Grundlagen des Konzeptes sind eine konsequente Zusammenarbeit der Kollegen und Kolleginnen sowie grundlegenden Vereinbarungen darüber, wie in einzelnen Fächern Lernen stattfindet und organisiert werden soll.

So ist auch im Falle der Vertretung eine gute Grundlage für eine kontinuierliche Weiterarbeit gelegt.

Die Kolleginnen bereiten den Unterricht in Grundzügen auch gemeinsam vor. Im Falle einer längerfristigen Erkrankung werden die Kinder der Eingangsstufe in festen kleinen Gruppe einer festgelegten anderen Klasse der Eingangsstufe zugeordnet und lernen dort mit. So soll ein zu starker Wechsel der Lehrer und Lehrerinnen für die jungen Kinder vermieden werden.

In den Klassen 3 und 4 werden vermehrt Kolleginnen für die Vertretung in einzelnen Stunden eingesetzt.

Auch diese Jahrgänge werden phasenweise in Gruppen aufgeteilt und lernen in anderen Lerngruppen mit.

Es wird nie nur eine einzige Klasse über einen ganzen Schulvormittag aufgeteilt, sondern eher die gesamte Stufe für lediglich für 1 - 2 Stunden.

Vereinbarungen in der unterrichtlichen Arbeit

Wir legen großem Wert auf Vereinbarungen in der unterrichtlichen Arbeit. Methoden und Vorgehensweisen sowie grundlegende Inhalte werden abgesprochen und festgelegt. So können wir auch im Rahmen einer Vertretung Kontinuität in den Inhalten gewährleisten. Dadurch greifen auch das Lernen in einer Förder-/ Fordergruppe und das Lernen im Klassenverband ineinander. Auch hier wird deutlich, dass kollegiale Zusammenarbeit ein Grundprinzip unserer Arbeit ist.

Verlässliche Grundschule

Die Kernunterrichtszeit liegt zwischen 8.40 und 11.30 Uhr. Während dieser Zeit sind alle Kinder in der Schule. In der Zeit von 7.55 – 8.40 Uhr und in der Zeit von 11.30 – 13.15 Uhr werden nicht alle Kinder beschult.

Um ein hohes Maß an Verlässlichkeit für Eltern gewährleisten zu können, bieten wir Betreuung außerhalb der Kernunterrichtszeit an (siehe OGS).

Zeugnisse

Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres 2009/10 gibt es an unserer Schule für die erste bis dritte Klasse Rasterzeugnisse.

Zusammenarbeit mit außerschulischen Stellen

Die Zusammenarbeit mit den Kindergärten und vorschulischen Tageseinrichtungen hat einen hohen Stellenwert. Ebenso suchen wir den regelmäßigen Austausch mit den weiterführenden Schulen.

Aber auch der Kontakt zu Beratungsstellen und außerschulischen Lernorten hat in unserer Arbeit eine hohe Priorität.